Deutschland war schon immer ein Land der Dichter, Denker und Künstler, und ist dafür international berühmt.


Wer sind die bedeutensten deutschen Maler der Gegenwart?"

1.Norbert Bisky

2.Georg Baselitz

3.Peter Feichter

4.Neo Rauch

5.Anselm Kiefer

6. Martin Mißfeldt


Franz Ackermann (Maler)

Von 1984 bis 1988 studierte er an der Akademie der Bildenden Künste in München, anschließend von 1989 bis 1991 an der Hochschule für Bildende Kunst in Hamburg bei Bernhard Blume, sowie DAAD in Hong Kong. Seit 2001 ist er Professor für Malerei an der Kunstakademie Karlsruhe.
2004 wurde Ackermann für den Hugo Boss Prize nominiert. 2005 erhielt er den "mfi Preis Kunst am Bau 2005" für seine Wandgestaltung mit dem Titel Die große Reise im Münchner U-Bahnhof Georg-Brauchle-Ring.
Mental Maps bezeichnet kleinformatige Aquarell- oder Gouache-Skizzen, die überall auf der Welt entstehen: im Bus, im Hotelzimmer, auf der Parkbank oder im Atelier. Die ersten Mental Maps entstanden auf einem chinesischen Block 13×17cm in Hongkong. Auf diese Größe greift Ackermann auch heute noch gerne zurück, wobei nicht alle Mental Maps genau dieses Format messen. Die Papiere zeigen annähernd realistische Architekturansichten, biomorphe Ornamentik, kartografische Momente (z.B. angedeutete Straßenzüge) vermischt mit abstrakten, grellen und gebrochenen Farbflächen und geometrischen Konstruktionen. Subjektive Empfindung und Erfahrung schreiben sich spontan ein und unterlaufen so den ursprünglich objektiven Anspruch einer Karte.
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Gabija Kalnytė 6u kl.

Georg Baselitz (23. Januar. 1938 in Deutschbaselitz , heute ein Ortsteil von Kamenz in der sächsischen Oberlausitz; eigentlicher Name Hans-Georg Kern) ist ein deutscher Maler und Bildhauer.







Sigmar Polke

Mitbegründer des "Kapitalistischen Realismus"


Der Maler und Fotograf Sigmar Polke ist berühmt für seinen ironischen Umgang mit der Konsumwelt. Seine Werke, die unter den postmodernen Realismus fallen, haben oft experimentellen Charakter und sind immer voller Spannung und Kritik.
1941 in Schlesien geboren, siedelte er 1953 in die Nähe von Düsseldorf über. Nach einer Glasmalerlehre studierte Polke an der Kunstakademie Düsseldorf. 1963 gründete er zusammen mit Gerhard Richter, Konrad Lueg und Manfred Kuttner die Gruppe "Kapitalistischer Realismus".
1966 erhielt er den Kunstpreis der Jugend - den ersten Preis in seiner Sammlung. Es folgte die erste Einzelausstellung. Polke konnte bereits dreimal auf der Kasseler Documenta ausstellen.
1980 bis 1981 reiste er viel und widmete sich hauptsächlich der Fotografie. 1986 bekam Polke den Goldenen Löwen verliehen, den Großen Preis für Malerei in Venedig.
Zu seinen bekanntesten Bildern zählen etwa "Der Kapitän und das brennende Schiff" (1973) oder das Schwarz-Weiß-Bild von Andy Warhol, das sich aus Buchstaben zusammensetzt.
Die größte Sammlung an Polkes Werken besitzt das Museum Ludwig in Köln, eine Schenkung des Sammlers Ulrich Reininghaus. In Köln sind also immer einige Unikate zu bewundern.
Polkes aktuelle Ausstellung "Wir Kleinbürger! Zeitgenossen und Zeitgenossinnen" wurde vom internationalen Kunstkritiker-Verband AICA zur "Ausstellung des Jahres 2009" gekürt.







Anselm Kiefer

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Der deutsche Maler und Bildhauer Anselm Kiefer wird am 8. März 1945 in Donaueschingen geboren. 1965 beginnt er ein Romanistik- und Jurastudium an der Albert-Ludwigs-Universität in Freiburg. 1966 wechselt er zur Malerei und studiert in Freiburg bei Peter Dreher an der Staatlichen Hochschule der Bildenden Künste. Dieses Studium setzt er an der Kunstakademie in Karlsruhe bei dem Maler und Bildhauer Horst Antes von 1969 bis 1970 fort. Im Jahre 1969 findet Kiefers erste Einzelausstellung in der Galerie am Kaiserplatz in Karlsruhe statt. Eine Weiterführung des Studiums erfolgt von 1970 bis 1972 bei Joseph Beuys an der Düsseldorfer Kunstakademie. Angeregt durch Joseph Beuys setzt sich Anselm Kiefer in seinem Werk intensiv mit der deutschen Geschichte auseinander, aber auch mit der germanischen, griechischen und ägyptischen Mythologie. Daneben beschäftigen ihn das Thema des Künstlermythos sowie auch die Motivik der Kabbala, zudem historische Sujets, die er dem Alten Testament entnimmt und neu deutet. Die Geschichte wie auch die Landschaft ist wesentliches Element der Malerei, gemalte Räume und Landschaftsformationen bilden dabei vielschichtige Kultur-Räume und Kultur-Landschaften, die Anselm Kiefer subjektiv nutzt, um über Geschichte, Mythen, Kultfiguren oder den Totenkult zu reflektieren. Oftmals zu Missverständnissen in der Rezeption kommt es durch Anselm Kiefers subjektive Auseinandersetzung mit der deutschen Geschichte der Nazi-Zeit, die er wiederholt thematisiert, seine Bilder jedoch bewusst offen und unbestimmt lässt, sodass die Bildinhalte auch missverstanden werden können. Sie entfachen heftige Diskussionen und machen Kiefer lange zu einem sehr umstrittenen zeitgenössischen Künstler. Durch die bewusste Zweideutigkeit will der Künstler den Betrachter jedoch gerade zur eingehenderen Auseinandersetzung mit den Bildthemen auffordern und keine vorgefertigten Kommentare abliefern. Im Jahr 1993 erwirbt Anselm Kiefer in Barjac, Südfrankreich, das Gut "La Ribaute". Hier öffnet sich sein Themenkreis hin zu kosmologischen Themen. Anselm Kiefers gehört zu den wichtigsten deutschen, international anerkannten Künstlern. 1999 erhält der Künstler für sein Lebenswerk den "Praemium Imperiale" der Japan Art Association. 2008 wird Anselm Kiefer als erstem bildenen Künstler überhaupt der "Friedenspreis des Deutschen Buchhandels" verliehen. Neben den Gemälden entstehen Aquarelle, Gouachen, Holzschnitte, Fotos, Bücher sowie Skulpturen. Anselm Kiefer lebt und arbeitet im südfranzösischen Barjac.

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Der Maler Jörg Immendorff

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Der Maler Jörg Immendorff ist einer der bekanntesten deutschen Künstler der Gegenwart – und einer der politischsten. Angeregt von seinem Lehrer Joseph Beuys, mischt sich der junge Immendorff seit Mitte der Sechzigerjahre des 20. Jahrhunderts in die Politik der Bundesrepublik Deutschland ein. In den Siebziger- und Achtzigerjahren entstehen seine „Café Deutschland“-Bilder: Impressionen aus der Realität beider deutscher Staaten. In der nachfolgenden „Café de Flore“-Serie bezieht sich Immendorff auf seine Vorbilder und Freunde.Der Maler Jörg Immendorff hat bei Joseph Beuys an der Düsseldorfer Kunstakademie gelernt. Sein gesamtes Werk ist von der Frage geprägt: Was kann Kunst im gesellschaftlichen Spannungsfeld leisten? Immendorff hat sich immer eingemischt, er hat immer die Auseinandersetzung mit erstarrten gesellschaftlichen Normen und fest gefügten Traditionslinien gesucht.

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Peter Feichter

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Der österreichische Künstler Peter Feichter wird 1956 in Klagenfurt geboren. Er widmet sich seit 1980 intensiv der Malerei und stellt seine Bilder erstmals 1985 in Kärnten aus. Ein Jahr später wird Peter Feichter in die Berufsvereinigung der Bildenden Künstler Österreichs aufgenommen. Bis heute wurden seine Arbeiten in unterschiedlichen Einzelausstellungen im In- und Ausland, u.a. in Spanien und Österreich ausgestellt.
In den 90er Jahren erfolgt die Wandlung seiner zunächst impressionistischen Malerei hin zu einer expressiv-abstrakten Bildsprache. Statt naturalistischen Darstellungen steht die gegenstandslose Malerei im Vordergrund. Peter Feichter möchte bewusst reduzieren und trotzdem die Aussagekraft seiner Werke behalten. Dies meistert er durch expressive Farben, malerische Kombinationen und spielerisches Experimentieren mit seinen Arbeitsmaterialien. Peter Feichters Bilder haben eine außerordentliche Aussagekraft und bieten viel Raum für Interpretationen. Der Künstler malt emotional, spontan und intuitiv und haucht dadurch seinen Werken Leben ein.
Peter Feichter empfindet die Malerei als Experimentierfeld mit Farbe und Form. Diese Einstellung zur Kunst spiegelt sich in seinen zahlreichen Kunstwerken wieder. Sie sind gekennzeichnet von vielen aufeinandergelegten Farbschichten, die aus expressiven Farben sowie spannungsreichen und lebendigen Eingravierungen zusammengestellt sind. Besonders auffällig und einmalig sind die vielen Arbeitsmaterialien, die er verwendet, um Strukturen zu schaffen. Neben Acrylfarben finden hier z.B. Kleber, Gips, Sand, Kaffeepulver und sogar Gegenstände wie Stoffstücke, Zigarettenschachteln, Kreditkarten und Pinsel Verwendung. Diese lassen die Bilder für den Betrachter noch realer und lebendiger erscheinen. Peter Feichter kreiert nicht nur Einzelwerke, sondern auch künstlerische Kompositionen mehrteiliger Bildtafeln. Die Relation zwischen den verschiedenen Bildtafeln ist sofort erkennbar und voller Vitalität scheinen die Kunstsegmente eine Geschichte erzählen zu wollen. Eines verbindet allerdings all seine Bilder: das geschützte Erkennungszeichen 1+1=6, dessen rätselhafte Bedeutung nur der Künstler selber kennt.
Peter Feichter lebt heute in Leonberg und betreibt seit dem Jahr 2000 am alten Marktplatz der Stadt seine eigene Galerie mit Workatelier. Daneben ist er seit 2004 als Buchautor und leitender Dozent von Workshops für expressionistische Acrylmalerei tätig.
Mehrere Ausstellungen, u.a. im Pavillon Josephine des Europaparlaments in Straßburg, und Auszeichnungen weisen ihn als bedeutenden lebenden Vertreter der expressiven Acrylmalerei im deutschsprachigen Raum aus.
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Birgit Antoni (Malerin)

Antoni studierte bis 1985 an der Kunstakademie Düsseldorf. Von 1980 bis 1990 drehte und zeichnete sie – teilweise abstrakte – Kurzfilme und Zeichentrick-Kunstfilme und stellte diese als Film-Loops aus, etwa 1986 im Kölnischen Kunstverein und auf verschiedenen Filmfestivals.

Seit 1990 widmete sie sich der abstrakten Malerei mit Ölgemälden aus handgezogenen Kreisen. Es folgen viele Einzel- und Gruppenausstellungen. Dazu erscheinen Katalogpublikationen mit kunsthistorischen Texten und Abbildungen ihrer Gemälde.
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Gabija Kalnyte 6u kl.

Ulrike Arnold (Malerin)

Biografie
Arnold studiert von 1968 bis 1971 Musik und Kunsterziehung und übte danach eine Lehrtätigkeit aus. Von 1979 bis 1986 absolvierte sie ein Kunststudium an der Kunstakademie Düsseldorf bei Professor Klaus Rinke, das sie 1986 als Meisterschülerin abschloss. 1988 erhielt sie den Eduard von der Heydt - Förderpreis, Wuppertal. Seit 1980 bereiste und arbeitete die Künstlerin auf allen fünf Kontinenten der Erde. Arnold lebt und arbeitet derzeit in Düsseldorf und in Flagstaff, Arizona.
Erdbilder
Typisch für Arnolds Malerei sind ihre Erdbilder. Sie verwendet ein einzigartiges Material: Die Künstlerin malt mit Erden, Mineralien und Steinen auf Nessel. Zuerst sammelt sie diese Farben in der Form von Steinen und zerreibt sie dann selbst zu Malmaterial. Ihre Bildtitel entsprechen den weltweit gefundenen besonderen Orten, an denen sie ihre Ingredienzien findet, wie Flagstaff, Arizona oder Bryce Canyon in Utah. Die Strukturen, Formen und Farben dieser Bilder spiegeln die Qualität der Landschaften, in denen sie vor Ort entstehen. Dort werden sie den natürlichen Umweltbedingen ausgesetzt, die diesen Eindruck verstärken.
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Gabija Kalnyte 6u kl


Sigmar Polke


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Sigmar Polke (Von13 februar 1941 in Oels Niederschlesien bis 10 Juni 2010 in Köln) war ein deutscher Maler und Fotograf. Seine Malerei war dem Postmodernen Realismus zuzuordnen (Kapitalistischer Realismus) und zitierte Ausdrucksweisen der Pop Art, ohne das er dieser Stilrichtung zuzurechnen ist. Seine Haltung zur Malerei enthielt stark ironische Elemente.

Leben

Nach der Flucht der Familie 1945 aus Niederschlesien nach Thüringen floh diese 1953 aus der DDR nach West-Berlin und zog dann nach Willich bei Mönchengladbach . Von 1959 bis 1960 absolvierte Polke eine Glasmaler - Lehre in Düsseldorf-Kaiserswerth. 1961 nahm er ein Studium bei Gerhard Hoehme und Karl Otto Götz an der Kunstakademie Düsseldorf auf, das er 1967 beendete.
1963 gründete er zusammen mit Gerhard Richter und Konrad Lueg den Kapitalistischen Realismus, einen Kunststil, der in der Konzeption und Realisation der Aktion Leben mit Pop – Eine Demonstration für den Kapitalistischen Realismus ihren Anfang nahm. Gemeinsam mit Richter, Lueg und Manfred Kuttner hatte Polke seine erste öffentliche Ausstellung in der Kaiserstraße 31A in Düsseldorf. Von 1970 bis 1971 war er Gastprofessor an der Hochschule für bildende Künste in Hamburg und zwischen 1977 und 1991 Professor an derselben Hochschule. 1978 siedelte er nach Köln über. In den Jahren 1980 bis 1981 unternahm Polke Reisen nach Südostasien, Papua-Neuguinea und Australien. Polke lebte und arbeitete in Köln.
Sigmar Polke war Teilnehmer der Documenta 5 in Kassel im Jahr 1972 in der Abteilung Individuelle Mythologien. Auch auf der Documenta 6 (1977) und der Documenta 7 (1982) war er als Künstler vertreten. 1982 beteiligte er sich auch an der Gruppenausstellung Zeitgeist. 1982 erhielt er den Will-Grohmann-Preis. 1984 war er bei der Ausstellung Von hier aus – Zwei Monate neue deutsche Kunst in Düsseldorf vertreten. 1986 wurde er mit dem Großen Preis für Malerei (Goldener Löwe) auf der XLII. Biennale di Venezia ausgezeichnet. 1988 beteiligte er sich an der Ausstellung Made in Cologne. 1993 erhielt er den Lovis-Corinth-Preis. Im Jahr 2000 wurde er mit dem Kaiserring der Stadt Goslar ausgezeichnet. 2002 erhielt er den COLOGNE FINE ART-Preis und den Praemium Imperiale Award (Tokyo). 2007 wurde ihm der Rubenspreis der Stadt Siegen verliehen, und 2010 der Schweizer Roswitha Haftmann-Preis für sein Gesamtwerk.Polke förderte den Pop-Art-Künstler Memphis Schulze in dessen Anfangsjahren.
Seinen größten öffentlichen Auftrag erhielt Polke mit der Erneuerung der Glasfenster des Zürcher Grossmünsters, die ihm im Jahre 2006 im Rahmen eines Künstlerwettbewerbs zugesprochen wurde. Die fünf Glas– und sieben Achatfenster wurden im November 2009 fertiggestellt und der Öffentlichkeit übergeben.
Polke war der Bruder von Wilfrid Polke und Johannes Polke. Er starb am 10. Juni 2010 an einer Krebserkrankung. Sein Grab befindet sich auf dem Kölner Melaten-Friedhof.
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Werke (Auswahl)

Das Werkverzeichnis von Sigmar Polke umfasst über 400 Arbeiten.
  • 1979: Remingtons Museums-Traum ist des Besuchers Schaum (Kunstmuseum Bonn)
  • 1983: Der Computer kommt
  • 1983: Entartete Kunst
  • 1994: Zyklus Laterna Magica (1988–1994) (Kunstmuseum Walter, Augsburg)
  • 2009: Fenster der Seitenschiffe im Grossmünster Zürich.
Die europaweit größte Sammlung der Editionen von Sigmar Polke besitzt das Kölner Museum Ludwig als Schenkung des Kölner Sammlers Ulrich Reininghaus. Dabei handelt es sich überwiegend um Arbeiten auf Papier (Sieb– und Offsetdrucke, einfache Kopien, Fotografien, Künstlerbücher, Plakate und Einladungskarten), darunter zahlreiche Übermalungen und damit Unikate.



Norbert Bisky

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Norbert Bisky (10. Oktober 1970 in Leipzig) ist ein deutscher Maler. Er gilt als einer der wichtigen zeitgenössischen deutschen Künstler und Vertreter eines Neuen Realismus der Postmoderne.

Leben

Norbert Bisky ist der Sohn des Linkspartei-Politikers Lothar Bisky und dessen Frau Almuth. Er ist der jüngere Bruder des Journalisten und Schriftstellers Jens Bisky. Sein jüngerer Bruder Stephan Bisky verstarb 2008 im Alter von 23 Jahren.
Norbert Bisky wuchs in der DDR auf. 1990 begann er ein Studium der Germanistik und Kunstgeschichte an der Humboldt-Universität in Berlin. Drei Jahre später besuchte er die Freie Kunstschule Berlin und entschloss sich zu einem Kunststudium. Er studierte von 1994 bis 1999 an der Hochschule der Künste bei Georg Baselitz, nahm an der Salzburger Sommerakademie in der Klasse von Jim Dine teil und absolvierte bei Baselitz 1999 ein Meisterschülerstudium.
Norbert Bisky lebt in Berlin.
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Werk

In seinen Anfangsjahren malte Bisky helle lichte Bilder in Öl. Er selbst bezeichnete sie einmal als „mit Lenor gewaschen“. Er fertigte Werke an, in welchen gleißend hell gemalte junge, schöne, glückliche und vor Kraft strotzende Männer sowie reine unberührte Natur zentrale Motive waren. Der Grand-Guignol-Stil, in dem die Bilder gemalt sind, unterstützt den Blick auf eine nur scheinbar heile Welt: Weiche, schmeichelnde, an Wattebausche erinnernde Formen zeigen Kinder, die gefressen werden und abgerissene Glieder, von denen das Blut tropft – die Idylle trügt. Bereits die Titel der Bilder wie „Übung im Gelände“ (2002), „Lazarett im Paradies“ (2005) oder „Fernzünder“ (2005) legen eine unterschwellige Bedrohung nahe.
In seinen neueren Bildern transformiert Bisky seine eigenen Ikonen. Die hellen Farben weichen dunklen Bildhintergründen und Frauen tauchen auf. Die fröhliche sozialistische Bildwelt der frühen Phase ist vorbei. Kannibalen und Brandstifter lauern, es wird gekotzt und uriniert. Die künstlerischen Verweise von Renaissance bis Pop Art bleiben allerdings bestehen. Der Kunstkritiker Christopf Tanner beobachtet eine Zunahme brutaler Leinwandszenen und ein rasantes Verschleudern von Körperflüssigkeiten. Er konstatiert einen untrüglichen Sinn des Künstlers für Körperkurt und Körperkritik. Dabei verzichte Bisky auf einen Leidenschaftssog und jegliche Empfindsamkeit, so Tannert. Neuere Bildtitel lauten „Bukkake Tsunami“ (2007), „Sputum“ (2007), „Solaris“ (2006) und „Torera“ (2006).
Insgesamt erinnern die Arbeiten an den sozialistischen Realismus, an Maler wie Alexander Alexandrowitsch Deineka, an die Ästhetik Leni Riefenstahls aber auch an die Werbebildnisse der 50er und 60er Jahre und an Werke der Pop Art. Seine Protagonisten bieten „Projektionsflächen für explizit schwule und sadistische Praktiken.“
Der Einfluss und die ikonographischen Referenzen bei Francisco de Goya werden insbesondere an Arbeiten wie „Allesfresser“ (2005) oder „Ich war’s nicht“ (2003) deutlich. Aber auch durch die Verwendung von bestimmten Farben verweisen die Werke auf subtile Art auf alte spanische Meister wie Jusepe de Ribera.
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Ausstellungen

2011

  • „A Retrospective. Ten Years Of Painting“, Kunsthalle Marcel Duchamp, Cully, Schweiz
  • „Decompression“, Galerie Daniel Templon, Paris
2010
  • „befall“, Galerie Crone, Berlin
  • „Maudit“, Galerie Charlotte Moser, Genf
2009
  • „Mandelkern“, Kunstverein Dortmund
  • „crossing jordaan“, Cokkie Snoei, Rotterdam und Amsterdam
  • „Nefasto Máximo“, Galería Espacio Mínimo, Madrid
  • „Norbert Bisky: Paintings“, Haifa Museum of Art, Israel
2008
  • “cloud cuckoo land”, Galerie Mirchandani + Steinruecke, Mumbai
  • „privat“, Galerie Crone, Berlin
  • „minimental“, Cokkie Snoei, Rotterdam
2007
  • „Ich war’s nicht“, Haus am Waldsee, Berlin
  • „what’s wrong with me“, Leo Koenig Inc., New York
  • „Behind Innocence“, Gallery Hyundai, Seoul
2006
  • „Total Care“, ContemporaryArtCenter, Vilnius
  • „es tut mir so leid“, Galerie Michael Schultz, Berlin
2005
  • Studio d´Arte Cannaviello, Milan
  • „Déluge“, Galerie Suzanne Tarasiève, Paris
  • „Malerei“, Künstlerhaus Bethanien, Berlin
2004
  • „The Proud, the Few“, Leo Koenig Inc., NYC
  • „Abgesagt“, Mannheimer Kunstverein
  • „Opkomst en Verval“ , Cokkie Snoei Gallery, Rotterdam
2003
  • „Schlachteplatte“, Galerie Michael Schultz, Berlin
2002
  • Museum Junge Kunst, Frankfurt
2001
  • „Wir werden siegen“, Galerie Michael Schultz, Berlin
  • „Vorkämpfer“, Chelsea Kunstraum, Köln


Neo Rauch

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Neo Rauch, Brühl, 28. Oktober 2007
Neo Rauch ( 18. April 1960 in Leipzig) ist ein deutscher Maler, der international als bedeutender Künstler seiner Generation und als Wegbereiter der „Neuen Leipziger Schule“ gilt.

Leben

Rauchs Eltern starben vier Wochen nach seiner Geburt bei einem Zugunglück am 15. Mai 1960. Er wuchs bei seinen Großeltern in Aschersleben auf und legte an der Erweiterten Oberschule Thomas-Müntzer (heute Gymnasium Stephaneum) das Abitur ab. An der Leipziger Hochschule für Grafik und Buchkunst studierte Rauch Malerei: zunächst (1981–1986) bei Professor Arno Rink, von 1986 bis 1990 absolvierte er ein Meisterschülerstudium bei Professor Bernhard Heisig. Von 1993 bis 1998 arbeitete er als Assistent von Arno Rink an der Leipziger Akademie. Vom August 2005 bis Februar 2009 war er (in Nachfolge von Arno Rink) Professor an der Leipziger Hochschule für Grafik und Buchkunst. Die Gruppenausstellung „Junge Künstler im Bezirk Leipzig“ im Lindenau-Museum in Altenburg im Jahr 1986 markiert den Beginn seiner öffentlichen Wahrnehmung. Seine Bilder aus den 80er Jahren lässt er jedoch nicht mehr gelten. 1997 erhielt Rauch den mit einer Einzelausstellung im Museum der bildenden Künste verbundenen Kunstpreis der Leipziger Volkszeitung. Die erste große institutionelle Einzelausstellung („Randgebiete“) richtete im Jahr 2000 die Galerie für Zeitgenössische Kunst in Leipzig aus. 2006 widmete das Kunstmuseum Wolfsburg ihm eine Retrospektive. Im Metropolitan Museum of Art in New York folgte 2007 die kleine Ausstellung „para“.

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Werk

Rauchs Bildwelt ist von einer leuchtend opaken Farbigkeit geprägt und zeigt Figuren in sich überlappenden Räumen und Zeiten. Der Stil durchdringt den sozialistischen Realismus, ist aber auch von Pop Art und Comic beeinflusst. Konzeptionell steht das Werk dem Surrealismus nahe und ist als magischer Realismus einzuschätzen. Nicht selten erträumt Rauch seine Sujets. Den Bildern wird „Eigentümlichkeit, Suggestivität und Zeitlosigkeit“ nachgesagt. In der Zeitschrift „Texte zur Kunst“ (Heft 55) wurde er als Vertreter des deutschen Neokonservatismus portraitiert.
Eine seiner wichtigsten Entdeckerinnen, Roberta Smith (Journalistin der New York Times), löste mit einem Artikel über den „Maler, der aus der Kälte kam“ eine große Begeisterung für Neo Rauch in den USA aus. Rauchs Bilder hängen im Metropolitan Museum of Art in New York sowie im Museum der bildenden Künste in Leipzig und werden in Einzelausstellungen, wie z. B. in der Wiener Albertina (2004/2005), präsentiert.
2006 veröffentlichte er zu fünf Kalendergeschichten von Botho Strauß acht Lithographien unter dem Titel „Der Mittler“ in einer limitierten und signierten Auflage.
Im Jahr 2007 entwarf Rauch unentgeltlich Vorlagen für drei Fenster mit Motiven aus dem Leben der Heiligen Elisabeth von Thüringen für die Elisabethkapelle im Naumburger Dom .
Rauch arbeitet mit seiner Ehefrau Rosa Loy (ebenfalls Künstlerin) in der ehemaligen Leipziger Baumwollspinnerei, über die er sagt: „Es ist der Ort der Konzentration und der Inspiration. Mir wachsen hier die besten Einfälle zu.“ Sein Einsatz für seine Studenten an der Hochschule ging weit über die Tätigkeit als Lehrender hinaus, so kuratierte er 2007 mit Timm Rautert eine Ausstellung mit dem Titel „Man muss sich beeilen, wenn man noch etwas sehen will …“ auf Gut Selikum in Neuss. Sein Wert auf dem Kunstmarkt ist hoch. Rauch wird von der Galerie EIGEN + ART Leipzig/Berlin und von David Zwirner, New York vertreten.
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Preise und Stipendien

1990: Italienische Reise, Reisestipendium der Akademie Schloss Solitude, Stuttgart

  • 1992: Renta-Preis 1992, Nürnberg
  • 1997: Kunstpreis der Leipziger Volkszeitung
  • 2002: The Vincent van Gogh Biennial Award for Contemporary Art in Europe, Bonnefantenmuseum Maastricht, Niederlande
  • 2005: Kunstpreis Finkenwerder
  • 2010: Stiftungspreis der ökumenischen Stiftung Bibel und Kultur 2010, Stuttgart für seine Gestaltung von Glasfenstern in der Elisabeth-Kapelle im Naumburger Dom im Jahre 2007.

Ausstellungen

  • 2000: Randgebiet. Galerie für Zeitgenössische Kunst, Leipzig, Deutschland
  • 2004: Neo Rauch – Arbeiten auf Papier 2003–2004. Albertina (Wien) , Österreich
  • 2006: Neo Rauch – Neue Rollen. Kunstmuseum Wolfsburg , Wolfsburg, Deutschland
  • 2006: Der Zeitraum. Galerie Eigen+Art, Leipzig, Deutschland
  • 2007: para. Max-Ernst-Museum Brühl, Deutschland und Metropolitan Museum of Art, New York, USA
  • 2010: Neo Rauch – Begleiter. Museum der bildenden Künste, Leipzig und Pinakothek der Moderne, München, Deutschland
  • 2011: Neo Rauch. Museum Frieder Burda, Baden-Baden, Deutschland
  • 2011: Rosa Loy und Neo Rauch. Hinter den Gärten. Essl Museum, Klosterneuburg/Wien, Österreich

Ieva Kitrytė 6u kl.


Kunst, Malerei und Gemälde: Künstler-Galerie von Martin Mißfeldt

Moderne Malerei und Ölgemälde

Der Berliner Künstler Martin Mißfeldt ist Kunstmaler. Er malt und zeichnet mit Ölfarbe, Gouache, Aquarell, Tusche und digital: Zeichnungen, Illustrationen, Aquarelle, Gouache, Ölgemälde, Ölbilder, Ölmalerei, Acrylbilder, Portraitmalerei, Speedpainting, digitale Malerei, Computerkunst und vieles mehr.
Seit 1985 hat er viele, teilweise sehr verschiedene Bilder geschaffen. Trotz aller Unterschiede ist den Werken eine gewisse humorvolle Art gemeinsam. Diese online-Ausstellung zeigt bisher 479 Bilder und 962 Bild-Details. Es sind Beispiele aus allen Werkphasen des bildenden Künstlers. Von vielen Bildern sind hochauflösende Detail-Abbildungen vorhanden.
Martin Mißfeldt hat von 1988 - 1994 bildende Kunst bei Georg Baselitz an der Universität der Künste Berlin studiert. Seither dreht sich der Berliner Künstler um moderne Kunst und Malerei.

Zeichnungen

Zeichnungen mit Bleistift, Tusche oder Fineliner

Ölmalerei

Wilde ÖlmalereiÖl auf Leinwand

Neo Rauch ist einer der international bekanntesten deutschen Maler.
Neo Rauch, 1960 in Leipzig geboren, zählt zu den international bedeutendsten Künstlern seiner Generation. Für seine Bilder werden inzwischen Millionen gezahlt.
Nach seinem Abitur studierte Neo Rauch ab 1981 zunächst bei Professor Arno Rink an der Leipziger Hochschule für Grafik und Buchkunst. Von 1986 bis 1990 war Neo Rauch dort Meisterschüler bei Professor Bernhard Heisig. Er wurde einer der Hauptvertreter der sogenannten Neue Leipziger Schule . Diese wurde ein Synonym für die in der früheren DDR vorherrschende realistische Malerei, während im Westen abstrakte und konzeptuelle Kunst den Ton angab. Ende der neunziger Jahre geriet die „Neue Leipziger Schule" in den Focus des internationalen Kunstmarktes. Der Galerist Gerd Harry Lybke hat entschieden zum Aufstieg von Neo Rauch und der „Neuen Leipziger Schule" beigetragen.
Ab 1999 wurde Neo Rauch in den USA zu einem Star der internationalen Kunstszene und des Kunsthandels. Seit August 2005 ist er Professor an der Leipziger Hochschule für Grafik und Buchkunst.